Fotorucksack Test – Sicheres Transportieren von Kamera und Zubehör

FotorucksackEin Fotorucksack dient zum sicheren Aufbewahren, Verstauen und Transportieren von Spiegelreflex- oder System-Kameras sowie deren Zubehörteile. Da hochwertige Kameras sehr preisintensiv sind, ganz zu schweigen von den dazugehörigen Standard- und Zusatz-Objektiven, Blitzgeräten und Filtern, sollte man nicht auf den Kauf eines hochwertig ausgestatteten Kamerarucksacks verzichten.

Viele Käufer schätzen den Umfang ihrer Kamera-Ausrüstung zu geringfügig ein und machen den Fehler sich eine viel zu kleine Kameratasche, zu kaufen. Da sowohl ambitionierte Hobby-Fotografen als auch Profis ihr Foto-Equipment immer mal wieder erweitern, empfiehlt es sich von Anfang an einen größeren Fotorucksack, zu erwerben.

Da das Angebot auf dem heutigen Produktmarkt schier unendlich scheint, sind im Folgenden einige wichtige Kriterien aufgelistet, die einem helfen, den auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Fotorucksack schnell, zu finden.

Kaufkriterien eines Fotorucksacks

Stauraum: Der ideale Fotorucksack sollte groß genug sein, um mindestens eine Kamera mit Standard-Objektiv, zwei bis drei weitere Zusatz-Objektive, diverse Speicherkarten, Akkus, Netzkabel, Filter, Belichtungsmesser und verschiedene Fernauslöser, sicher unterzubringen. Es kommt immer darauf an, wie umfangreich die eigene Kamera-Ausrüstung ist.

Gewicht: Wichtig zu beachten ist auch das Gewicht des Fotorucksacks. Die Fototasche sollte idealerweise zwischen 800 Gramm und 1,2 Kilogramm wiegen. Je nach Materialverarbeitung und Sicherheitseinrichtung variiert das Eigengewicht teilweise stark. Das Gewicht eines Fotorucksacks sollte niemals unterschätzt werden.

Höhe: Wichtig zu beachten ist, dass der Fotorucksack nicht an das Genick reicht, denn das könnte den Tragekomfort negativ beeinflussen. Die meisten Rucksäcke sind zwischen 25 und 45 Zentimetern hoch.

Mann mit SpiegelreflexkameraAufbau des Innenraums: Die meisten auf dem Markt erhältlichen Fotorucksäcke sind mit einem individuell anpassbaren Innenraum ausgestattet. Viele Rucksackmodelle verfügen über einen Raumteiler, der mithilfe eines Klettverschlusses arretiert oder abgenommen werden kann.

Zudem sind die meisten handelsüblichen Fotorucksäcke mit diversen unterschiedlich großen Polsterkissen versehen, die ebenfalls herausgenommen bzw. variabel angebracht werden können. Das Innenfutter eines Fotorucksacks ist ebenfalls gefüttert und mit einer weichen, stoßsicheren Polsterung versehen. Ein guter DSLR Rucksack ist mit einem leicht profilierten Innenfutter ausgestattet, welches dafür sorgt, dass die Kamerateile im Gebrauch nicht verwackeln und herumrutschen, wie es bei einer glatten Oberfläche der Fall ist.

Verarbeitungsqualität: Beim Kauf sollte man vor allem auf die Qualität der Reißverschlüsse achten, diese dürfen beim Öffnen und Schließen nicht haken und sich nicht leicht mit dem Innenfutter verfangen. Alle Reißverschlüsse und jegliche andere Verschlussmechanismen müssen einen stabilen und haltbaren Eindruck vermitteln. Darüber hinaus ist es wichtig auf die Verarbeitung der einzelnen Nähte zu achten. Ein Fotorucksack mit abgefransten Nähten ist in den meisten Fällen nicht auf Dauer, zu verwenden.

Sicherheitseinrichtungen: Viele Fotorucksäcke sind diebstahlsicher, das bedeutet, dass die Reißverschlussleisten doppelt stabil konstruiert sind und unter einer Deckleiste kaum wahrzunehmen sind. Zudem sind diese Modelle mit einem Spezialschloss ausgestattet.

Wetterbeständigkeit: Essentiell ist es eine Kameratasche zu wählen, die entweder mit einem zu 100% wasserfesten Material versehen ist oder mit einer passenden Wetterschutzhülle geliefert wird. Die meisten Rucksäcke, die eine Regensicherung bieten, sind außerdem gegen Sand und Staub geschützt. Je nach Intensität der Regenschauer ist es ratsam einen zusätzlichen Nässeschutz zu erwerben, den man schnell über den Rucksack stülpen und befestigen kann. Vor allem für viel reisende Natur-Fotografen, die oft in tropischen und subtropischen Ländern unterwegs sind, wo die Regenfälle nochmal um einiges intensiver als in Europa ausfallen, können mit einem doppelten Regenschutz nichts falsch machen.

Fächer, Netztaschen und zusätzlicher Stauraum: Ein großer Innenraum zum Verstauen der Kamera-Ausrüstung ist oftmals nicht ausreichend, deshalb empfiehlt es sich einen Fotorucksack zu kaufen, der sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich über viele verschieden große Fächer und Netztaschen verfügt. Die Fächer sollten im besten Fall gut verschließbar und möglichst blickdicht sein. In den Zusatzfächern finden dann beispielsweise Speicherkarten, Objektivdeckel, Anleitungen oder USB-Sticks ausreichend Platz.

Zugriff: Die Kamera sollte schnell und mühelos herausgenommen werden können, ohne dass man dabei den Rucksack zwangsläufig abziehen muss. Neben den herkömmlichen Rucksäcken gibt es auch Modelle, bei denen man einen Schultergurt abnehmen kann und den Rucksack als Seitentasche trägt. Einzelne Hersteller bieten sogenannte „Sling-Taschen“ an, die sowohl Rechtshändern als auch Linkshändern einen hervorragenden Zugriff auf die Kamera-Ausrüstung bieten.

Dokumentenfach: Empfehlenswert ist es ratsam einen Kamerarucksack auszuwählen, der mindestens ein großes Dokumentenfach besitzt. So haben wichtige Unterlagen, wie Reisedokumente oder Notizbücher ausreichend Platz. Außerdem hat man die Möglichkeit ein kleines Notebook oder einen Laptop mitzuführen, auf dem man die geschossenen Bilder zeitgleich anschauen und bearbeiten kann.

Fotograf mit Kamera und RucksackTragekomfort: Der Fotorucksack muss bequem sein, vor allem, wenn man diesen regelmäßig und über einen langen Zeitraum hinweg tragen möchte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Gewichtsverteilung. Idealerweise sollte der Fotorucksack neben weich gepolsterten Schultergurten auch mit einem Bauchgurt oder Hüftgurt ausgestattet sein. Auf diese Weise kann das Gesamtgewicht des Rucksacks gut auf den ganzen Körper verteilt werden.

Das Rückenteil am Fotorucksack sollte im besten Fall mit einem leichten, atmungsaktiven Mesh-Material versehen sein. Auch sollte das Rückenteil gut gepolstert sein und sich einwandfrei der Rückenform anschmiegen, damit ein hoher Tragekomfort ermöglicht werden kann.

Des Weiteren ist auf eine hochwertige Bodenpolsterung zu achten, denn wenn der Fotorucksack mal schwungvoller auf einem harten Untergrund abgesetzt wird, kann es leicht zu Beschädigungen der Kamera-Ausrüstung kommen. Empfehlenswert sind Rucksäcke, die am Boden mit gummierten Standfüßen versehen sind. Der Tragekomfort des Fotorucksacks kann erst im gepackten Zustand zu 100% beurteilt werden.

Stativhalterung: Je nach Kamera-Ausrüstung ist es ratsam einen Fotorucksack zu wählen, der mit einer separaten Stativhalterung versehen ist. Das Stativ wird in den meisten Fällen auf der Seite oder der Oberseite des Rucksacks befestigt.

Zusatzschlaufen: Viele Rucksack-Modelle sind außerdem mit verschiedenen außen angebrachten Ösen und Schlaufen ausgestattet. Mit Karabinerverschlüssen kann man auch so von außen Zubehörteile anbringen.

Frau mit KameraOptik: Wie ein Fotorucksack aussieht, spielt im Endeffekt keine Rolle, er muss zu 100% darauf ausgelegt sein, die in ihm befindliche Kamera-Ausrüstung vor äußeren Einflüssen, zu schützen. Die meisten Rucksack-Modelle sind daher kein Blickfang und weniger schön anzusehen. Allerdings gibt es auch Kamerarucksäcke, die als solches von außen nicht zu erkennen sind und daher auch hervorragend als normaler Rucksack umfunktioniert werden können (nach Entfernen der Innenraumteiler, Schutzkissen und anderer zusätzlicher Polsterungen).

Preis: Empfehlenswert ist es nicht den günstigsten Fotorucksack zu wählen. Ein qualitativ hochwertiger, funktioneller Fotorucksack kostet zwischen 40 Euro und 80 Euro.